Wie erstellt man mithilfe von KI TVC-Werbespots? Eine vollständige Anleitung – vom kreativen Drehbuch bis zum fertigen Video.

Traditionelle TVC-Werbespots erfordern in der Regel zahlreiche Arbeitsschritte wie kreative Konzeption, Drehbuchschreiben, Storyboard-Erstellung, Grafikdesign, Dreharbeiten, Nachbearbeitung sowie Tonproduktion. Selbst für die Erstellung eines nur wenige Sekunden langen Produktwerbespots können hohe Zeit- und Produktionskosten anfallen.
KI‑Video‑Tools komprimieren diesen Prozess nun zu einer leichteren Kreativkette: Nach der Bereitstellung von Produktinformationen werden zunächst Werbekonzept und Storyboard festgelegt, anschließend werden Schlüsselszenen generiert, statische Bilder in bewegte Aufnahmen umgewandelt und schließlich Schnitt, Synchronisation, Musik sowie die Integration von Markenbotschaften abgeschlossen.
Die zentrale Idee dieses Videos besteht darin: Ausgehend von Produkt und Marketingzielen wird mithilfe von KI Schritt für Schritt die Planung, Bildgenerierung und Fertigstellung eines TVC‑Werbespots durchgeführt.
Was ist ein TVC‑Werbespot?
TVC ist die Abkürzung für Television Commercial und bezeichnet ursprünglich Fernsehwerbung; heute wird der Begriff häufig auch für kommerzielle Videos verwendet, die über eine markenorientierte Ästhetik und eine vollständige narrative Struktur verfügen.
Ein vollständiger TVC‑Werbespot umfasst in der Regel:
Produkt‑ oder Markeninformationen;
Eine klar definierte Zielgruppe;
Einen zentralen Verkaufsargument;
Einen einheitlichen visuellen Stil;
Anwendungsszenarien oder Funktionsbeispiele des Produkts;
Eine rhythmisch ausbalancierte Kameraführung;
Markenname, Slogan und Call-to-Action;
Synchronisation, Musik und Soundeffekte.
KI kann die Hürden bei der Ideenfindung, dem Drehbuchschreiben, der Storyboard‑Erstellung, der Materialgenerierung sowie bei Teilen der Nachbearbeitung senken.
Schritt 1: Klare Definition von Produkt und Werbeziel
Vor der Produktion eines TVC‑Werbespots gilt es zunächst zu klären, „was“ das Produkt oder die Marke verkauft und „was“ die Zielgruppe letztlich tun soll.
Es empfiehlt sich, folgende Informationen zunächst zusammenzustellen:
Produktname: Das zentrale Produkt oder die Dienstleistung im Werbespot;
Produktkategorie: Kosmetik, Lebensmittel, Elektronik, Bekleidung, Haushaltswaren oder andere Kategorien;
Zielgruppe: Alter, Interessen, Kaufverhalten und Anwendungsszenarien;
Kernverkaufsargument: Der wichtigste Vorteil, den die Zielgruppe unbedingt behalten soll;
Werbeziel: Markenbekanntheit aufbauen, neue Produkte vorstellen, Funktionen hervorheben oder den Kauf anregen;
Ein kurzer TVC‑Werbespot eignet sich nicht dazu, gleichzeitig zu viele Verkaufsargumente zu transportieren. In der Regel sollte zunächst ein zentrales Verkaufsargument festgelegt werden, bevor ein bis drei ergänzende Informationen ausgewählt werden.
Schritt 2: Vorbereitung der Produktmaterialien

Die Produktmaterialien bestimmen die Authentizität des dargestellten Produkts im Werbespot.
Empfohlene Vorbereitungen:
Klare Produktbilder auf weißem Hintergrund;
Bilder der Vorder-, Seiten- und Rückseite des Produkts;
Bilder von Verpackung und Zubehör;
Markenlogo;
Produktname und Werbeslogan;
Text zur Darstellung der Kernverkaufsargumente;
Referenzbilder für die Ziel-Szenario oder den gewünschten Stil;
Referenz zu den Standardfarben und Schriftarten der Marke;
Beschreibung der Produktstruktur, die nicht vom KI‑Modell verändert werden soll.
Bei Produktbildern sollten folgende Aspekte möglichst gewährleistet sein:
Das Hauptmotiv muss vollständig dargestellt sein;
Die Bildränder müssen klar erkennbar sein;
Es dürfen keine schwerwiegenden Verdeckungen vorhanden sein;
Die Farben sollten dem tatsächlichen Produkt nahekommen;
Logo und Verpackungstexte müssen deutlich sichtbar sein;
Reflexionen, transparente oder metallische Materialien sowie deren Details müssen erkennbar sein.
Wenn nur ein einziges Produktbild vorliegt, muss die KI möglicherweise andere Perspektiven abschätzen; daher sind komplexe Verpackungen und spezielle Strukturen besser geeignet, wenn mehrere Referenzbilder hochgeladen werden.
Schritt 3: Festlegung der kreativen Ausrichtung der Werbung
Für dasselbe Produkt können unterschiedliche TVC‑Kreativansätze gewählt werden.
Häufige Ansätze umfassen:
Produkttextur‑orientiert
Durch Makroaufnahmen, Licht‑ und Schatteneffekte, Materialdarstellungen sowie Zeitlupenaufnahmen wird das Produkt präsentiert – ideal für Parfüms, Kosmetik, Schmuck, digitale Produkte und hochwertige Lebensmittel.
Funktionsdemonstration
Hier wird direkt gezeigt, wie das Produkt verwendet wird und welche Ergebnisse sich nach der Anwendung ergeben – geeignet für Werkzeuge, Haushaltsgeräte, Hautpflegeprodukte und funktionale Artikel.
Lebensszenario‑orientiert
Das Produkt wird in eine realistische Lebensumgebung eingebettet, sodass das Publikum versteht, wann, wo und unter welchen Umständen das Produkt eingesetzt wird.
Emotionale Geschichten
Durch Beziehungen zwischen Personen, Alltagsmomente oder emotionale Veränderungen wird eine Markenbindung aufgebaut – ideal für Marken, die Begleitung, Wachstum, Familie und Lifestyle betonen.
Surrealistische visuelle Darstellung
Mit Hilfe von überdimensionalen Objekten, Miniaturwelten, Flüssigkeiten, Partikeln, Materialveränderungen und fantasievollen Szenarien werden starke visuelle Effekte erzeugt – besonders geeignet für Social‑Media‑Kampagnen und Neueinführungen.
Nach der Festlegung der Ausrichtung sollten Szene, Farben, Beleuchtung, Kameraführung und Musik einheitlich gestaltet werden, damit jedes einzelne Bild nicht den Eindruck erweckt, aus einem anderen Werbespot stammen zu wollen.
Schritt 4: Erstellung des TVC‑Drehbuchs
Das TVC-Drehbuch muss klar festlegen, was in jeder Zeitphase geschieht und welche Botschaft das Bild vermitteln soll.
Eine gängige Struktur eines kurzen Werbespots lautet wie folgt:
Phase | Hauptinhalt | Wirkung |
|---|---|---|
Einleitung | Schmerzpunkt, Spannung oder eindrucksvolles visuelles Bild | Zuschauer zum Verweilen einladen |
Produkt erscheint | Präsentation des Produkts sowie dessen Einsatzumgebung | Aufbau der Produktwahrnehmung |
Demonstration der Verkaufsargumente | Darstellung von Material, Funktion oder tatsächlicher Wirkung | Erklärung des Kaufgrundes |
Steigerung der Emotionen | Verstärkung von Erfahrung, Atmosphäre und Markenwert | Aufbau einer emotionalen Verbindung |
Schluss | Produktstillstand, Logo und Slogan | Festigung der Markenprägung |
Der Auftakt eines kurzen TVC‑Spots ist äußerst wichtig: Schon in den ersten Sekunden sollten das Produkt, eine menschliche Konfliktsituation, visuelle Veränderungen oder der zentrale Nutzen präsentiert werden.
Schritt 5: Drehbuch in Einzelbilder zerlegen
Nach Fertigstellung des Drehbuchs gilt es, den Inhalt in einzelne, unabhängig produzierbare Aufnahmen zu unterteilen.
Jedes Einzelbild sollte folgende Elemente enthalten:
Bildnummer: erleichtert die spätere Ordnung;
Dauer des Bildes: steuert den Rhythmus des gesamten Spots;
Einstellungsart: Totale, Halbtotale, Nahaufnahme oder Makro;
Subjekt: Produkt, Person oder Einsatzszenario;
Aktion: Was genau im Bild passiert;
Kameraeinstellung: Frontal, seitlich, von oben, niedrige Kameraposition oder First-Person-Perspektive;
Kameraführung: Heran-, Heraus-, Kreis-, Begleit- oder Festkamera;
Beleuchtung: Natürliches Licht, Gegenlicht, weiches Licht oder dramatische kommerzielle Beleuchtung;
Text: Erzählstimme, Untertitel oder Werbeslogan;
Ton: Musik, Umgebungsgeräusche und Produktgeräusche.
Ein einzelnes Bild sollte nicht zu viele aufeinanderfolgende Ereignisse enthalten. Komplexe Bewegungen können in mehrere kurze Einstellungen aufgeteilt und separat erstellt werden, um anschließend durch den Schnitt miteinander verbunden zu werden.
Schritt 6: Erstellung der Storyboard‑Bilder

Nach der Festlegung des Storyboards wird für jede Einstellung ein Schlüsselbild erstellt.
Bei der Erstellung der Schlüsselbilder müssen folgende Aspekte einheitlich bleiben:
Produkt‑Aussehen und Verpackung;
Personenidentität und Kleidung;
Stil der Szene;
Lichtrichtung;
Farbton;
Bildseitenverhältnis;
Markencharakter;
Verhältnis zwischen Produkt und Person.
Das Wichtigste bei Produktwerbung ist die Wahrhaftigkeit des Produkts. Wenn das Ergebnis Flaschenform, Verpackung, Knöpfe, Logo oder das Produktverhältnis verändert, ist es selbst bei ansprechender Optik nicht geeignet für eine direkte kommerzielle Veröffentlichung.
Es empfiehlt sich, vorrangig auszuwählen:
das Produkt im Kern korrekt darzustellen;
die Komposition schlicht und klar zu halten;
die Licht‑ und Schatteneffekte angemessen zu gestalten;
die Materialien deutlich hervorzuheben;
auf überflüssige Objekte zu verzichten;
die spätere Erstellung von Bewegungen zu erleichtern;
Ein Bild mit Sicherheitsbereichen für Untertitel und Logo.
Schritt 7: Erzeugen Sie aus den Schlüsselbildern ein Video
Nach der Bestätigung der Schlüsselbilder können mithilfe von Bild-zu-Video‑Technologien jeweils einzelne bewegte Aufnahmen erzeugt werden.
Die dynamischen Hinweise müssen klar definiert sein:
Wer bewegt sich;
Von wo nach wo bewegt sich das Objekt;
Bleibt das Produkt unbewegt;
Wie bewegt sich die Kamera;
Wie lange dauert die Bewegung;
Welche Elemente unverändert bleiben müssen;
In welchem Zustand soll das Bild am Ende stehen.
Zum Beispiel kann bei einer Aufnahme, die die Textur des Produkts zeigt, die Kamera lediglich langsam näherfahren, während das Licht auf natürliche Weise über die Oberfläche gleitet. Je einfacher die Bewegung, desto leichter bleibt das Erscheinungsbild des Produkts in der Regel stabil.
Bei der Darstellung einer Person beim Gebrauch des Produkts sind Handbewegungen, Position des Produkts sowie Art des Kontakts genau zu definieren, um Phänomene wie durchdringende Finger, Verformungen des Produkts oder plötzliche Gesichtswechsel zu vermeiden.
Diesmal Hinweis zur Erzeugung eines TVC‑Werbefilms mit sechs Bildern
Abbildung 1 zeigt eine Referenzaufnahme des Produkts. Bitte erstellen Sie eine Serie von sechs Bildern für einen TVC‑Werbespot im Wohnambiente, wobei die Gesamtatmosphäre sauber, komfortabel und lebensfreundlich sein soll. Die sechs Bilder sind gemäß folgender Logik angeordnet: Erstes Bild: Der Wasserspender wird einzeln präsentiert, um das äußere Erscheinungsbild hervorzuheben; Zweites Bild: Nahaufnahme beim Befüllen des Spenders; Drittes Bild: Die Modellhand berührt das Produkt; Viertes Bild: Das Model betätigt den Schalter des Spenders, wodurch Wasser fließt und Blütentee zubereitet wird; Fünftes Bild: Nach dem Trinken zeigt das Model Zufriedenheit; Sechstes Bild: Das Model steht neben dem Produkt, hält das Glas mit beiden Händen – als Abschlussbild. Jedes Bild ist im Hochformat im Verhältnis 9:16 gehalten. Das Produkt, das Model sowie alle weiteren Gegenstände müssen exakt den Formen, Proportionen und Details der Referenzaufnahme entsprechen; keine Verzerrungen oder Veränderungen sind zulässig.
Hinweis für das TVC‑Video
Erzeugen Sie aus den sechs Bildern in der genannten Reihenfolge ein 10‑sekündiges TVC‑Video für den Wohnbereich. Halten Sie dabei strikt die Übereinstimmung von Model, Wasserspender, Kleidung und Wohnumgebung ein; die Struktur und Proportionen des Produkts dürfen nicht verändert werden, es dürfen keine zusätzlichen Gegenstände eingefügt werden. Kamera 1: Der Wasserspender steht still, die Kamera fährt langsam heran; Kamera 2: Feststehende Nahaufnahme, natürliches Befüllen; Kamera 3: Das Model streift sanft über das Produkt, die Kamera schwenkt leicht seitwärts; Kamera 4: Feststehende Kamera, Finger drückt den Schalter, Wasser fließt ins Glas, der Blütentee entfaltet sich langsam; Kamera 5: Feststehende Kamera, das Model hebt das Glas zum Trinken, schließt danach sanft die Augen und lächelt zufrieden; Kamera 6: Das Model steht neben dem Wasserspender, hält das Glas mit beiden Händen und blickt in die Kamera, atmet leicht, die Kamera fährt langsam zurück – als abschließende Einstellung. Die Bewegungen sollen natürlich und fließend wirken, das Wasser realistisch, das Licht warm und natürlich, die Atmosphäre hochwertig und behaglich, die Übergänge zwischen den Einstellungen sanft – ohne Untertitel, ohne Logo und ohne Verzerrungen des Produkts.
**Zeitverteilung:** Kamera 1 etwa 1,4 Sekunden, Kamera 2 etwa 1,2 Sekunden, Kamera 3 etwa 1,4 Sekunden, Kamera 4 etwa 2,1 Sekunden, Kamera 5 etwa 1,9 Sekunden, Kamera 6 etwa 2 Sekunden – insgesamt 10 Sekunden.
Zusammenfassung
Der Kern der KI‑generierten TVC‑Produktion besteht nicht darin, mit einem einzigen langen Prompt sofort einen vollständigen Werbefilm zu erhalten, sondern vielmehr darin, den traditionellen Produktionsablauf in Kreativität, Drehbuch, Storyboard, Schlüsselbilder, bewegte Aufnahmen und Postproduktions‑Packaging zu unterteilen.
Je präziser die Produktinformationen, je klarer das Storyboard und je einfacher die Bewegungen jeder einzelnen Aufnahme, desto stabiler ist in der Regel das endgültige Werbevideo.
Für Produktwerbung sind zwar kreative Bildideen wichtig, doch noch entscheidender sind die Authentizität des Produkts, die klare Darstellung der Verkaufsargumente sowie die Markenkonformität. Nach der Generierung müssen die einzelnen KI‑Aufnahmen schließlich durch Auswahl, Schnitt, Farbkorrektur, Sound‑ und Textbearbeitung zu einem wirklich vollständigen TVC‑Werbespot zusammengeführt werden.

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